Master International and Monetary Economics

Die Universitäten Bern und Basel bieten ein anspruchsvolles Masterprogramm International and Monetary Economics an. Dabei sind weitere Schwerpunkte auf der prudenziellen Regulierung des Finanz- und Bankensektors sowie auf quantitativer Makroökonomik möglich. Das Programm wird in englischer Sprache unterrichtet und von den beiden Universitäten gemeinsam durchgeführt.

Angesichts der vermehrt globalisierten Weltwirtschaft gewinnen internationale geldpolitische Verflechtungen und Makroökonomie im Allgemeinen immer mehr an Bedeutung. Dies trifft insbesondere auf eine offene Volkswirtschaft wie die Schweiz zu, die einen Grossteil ihrer Einnahmen durch den Export von Gütern und Dienstleistungen und das Investmentgeschäft erzielt. Gleichwohl gilt dies auch für die EU, die sich in wirtschaftlicher Hinsicht immer stärker integriert (und expandiert), sowie für Entwicklungsländer und selbst grössere etablierte Volkswirtschaften wie die USA, die inzwischen stärker mit internationalen Entwicklungen verzahnt sind als bislang. Da hierdurch rein binnenwirtschaftliche Aspekte relativ betrachtet an Bedeutung verlieren, ist es zur Sicherung des Wohlstands zahlreicher Volkswirtschaften erforderlich, kompetente Experten auszubilden, die mit den Problemstellungen der internationalen Wirtschaft vertraut sind. Wie wichtig ein funktionierender monetärer Sektor für die heutige Weltwirtschaft ist, unterstreichen die immer wieder aufkeimenden Krisen an den Finanzmärkten nebst ihren Auswirkungen für die Volkswirtschaften im Allgemeinen. Entsprechend ist ein solides Verständnis der Geldpolitik und der Finanzmärkte und ihrer Regulierung unentbehrlich. Genau das will dieses Masterprogramm vermitteln.

Das MIME richtet sich an ehrgeizige Studierende, die über solide Grundkenntnisse in Volkswirtschaft und quantitativen Methoden verfügen und bereit sind, über den eigenen Horizont hinaus zu gehen. Die Studierenden machen sich mit hochmodernen rigorosen Tools in den Bereichen Volkswirtschaft, Ökonometrie und Computational Economics vertraut. Diese lassen sich für Forschung, Politikanalyse sowie für eine Doktorarbeit in Volkswirtschaftslehre oder einer verwandten Disziplin verwenden. Darüber hinaus erwerben die Studierenden umfassende und fundierte Kenntnisse in den Bereichen Geld- und Währungstheorie und Finanzmärkte.

Das Programm ist in Europa einzigartig, zumal es monetäre und internationale Ökonomie auf die Finanzmärkte anwendet und dabei auf die modernsten makroökonomischen Analysetools zurückgreift. Die Schweiz ist optimal für das MIME-Programm positioniert und bietet MIME-Absolventen hervorragende Beschäftigungschancen, da sie zahlreiche internationale Institutionen und einen grossen Bankensektor beherbergt, eine unabhängige Geldpolitik betreibt, eine äusserst offene Volkswirtschaft darstellt und eine angesehene Finanzmarktaufsicht besitzt.

Der Bewerbungsprozess beinhaltet zwei Stufen:

Stufe 1 (pre-application): Bewerberinnen und Bewerber schicken einen kurzen Lebenslauf, ein Notenblatt und (wenn verfügbar) GRE oder GMAT Testresultate an guido.baldi@vwi.unibe.ch.

Stage 2 (application): Bewerberinnen und Bewerber mit Chancen auf eine Aufnahme in das Masterprogramm werden eingeladen, den offiziellen Bewerbungsprozess zu starten. 

Falls akzeptiert, sollten Bewerberinnen und Bewerber ihren Bachelorabschluss bis zum Start des Programms erworben haben.

 

Hauptgebäude/Studium/Aula/Studenten in Hörsaal
©K&M
Basisinformationen
Abschluss: Master of Science in International and Monetary Economics, Universitäten Bern und Basel
Umfang: 90 ECTS
Angebot: Mono 90 ECTS
Studiendauer: 3 Semester
Unterrichtssprache: Englisch
Studienbeginn: Herbstsemester

Ziele des Programms

Das Programm soll den Studierenden helfen, ein robustes Verständnis für moderne Makroökonomie aufzubauen (insbesondere für die Bereiche Währung, internationale Angelegenheiten und Finanzmärkte), nützliche und praktische quantitative Tools zu beherrschen und ihre Analysefähigkeiten zu verbessern. Nach ihrem Studium sollten die Absolventen des MIME-Programms verstehen,

  • welche Rolle die Zentralbanken und Bankaufsichtsbehörden für die makroökonomische Stabilität insbesondere im Hinblick auf ihre internationalen Verflechtungen spielen,
  • die Rolle von Zentralbanken, Bankaufsichts- und Regulierungsbehörden und privaten Investoren (Geschäftsbanken, institutionelle Investoren usw.) an den internationalen Geldmärkten verstehen,
  • in der Lage sein, geldpolitische Entscheidungen gemäss den besten wissenschaftlichen Kriterien zu treffen bzw. zu bewerten,
  • den historischen Hintergrund für die internationale Wirtschaftsentwicklung verstehen,
  • verschiedene Ansätze und Trends in der Geldpolitik und der Regulierung der Finanzmärkte kennen,
  • in der Lage sein, aktuelle wirtschaftliche Fragen zu untersuchen und zu kommentieren.

Fachbereiche

Das Programm bietet eine moderne und anspruchsvolle Ausbildung in drei Bereichen an: Geldtheorie und -politik und internationale Makroökonomie; Banking, Finanzmärkte und Bankenregulierung sowie quantitative (ökonometrische und rechnergestützte) Methoden.

Dauer

Das Programm ist ein Masterprogramm über 3-4 Semester. Es erfordert 90 ECTS-Punkte. ECTS-Punkte können durch den Besuch von Vorlesungen, Seminaren und eine Masterarbeit erlangt werden. Das Programm beginnt im Herbst jedes Jahres.

Das spezialisierte Masterprogramm International Monetary Economics ist im europäischen System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS) 90 Kreditpunkte wert und umfasst eine Regelstudienzeit von drei Semestern. Wird das Programm in Teilzeit absolviert, verlängert sich die Studienzeit entsprechend.

Der Studienplan beinhaltet eine Einführung sowie Lehrveranstaltungen für Kern- und Fachbereiche und eine Masterarbeit.

Einführungsmodul: Komplexe volkswirtschaftliche Themen

Das vollständige Einführungsmodul ist 18 ECTS wert. Ziel ist, allen Studierenden denselben Standard zu vermitteln. Entsprechend fusst das Programm auf einer breiten Grundlage und schliesst grundlegende volkswirtschaftliche Aspekte auf Masterniveau ein (Mikroökonomie, Makroökonomie und Ökonometrie). Die Lehrveranstaltungen in diesem Modul werden an beiden Universitäten parallel im Rahmen des normalen Masterprogramms angeboten.

Kernmodul: Kernbereiche der Geld- und Währungstheorie

Die Studierenden müssen im Kernmodul 24 ECTS erreichen. Dies schliesst die Lehrveranstaltungen ein, die dieses Programm zu einem spezialisierten Masterprogramm machen. In Bezug auf den Inhalt decken sie die wichtigsten Themen des Programms ab. Darüber hinaus umfasst das Modul ein Seminar, in dessen Rahmen die Studierenden ein Seminarpapier verfassen und präsentieren (6 ECTS). Das Seminar wird von Mitgliedern der beteiligten Fakultäten gegeben, kann aber auch Experten mit Berufserfahrung und potentielle Arbeitgeber der Absolventen miteinbeziehen. Da die Lehrveranstaltungen in diesem Modul in der Regel nur an einer der beiden Universitäten angeboten werden, müssen die Studierenden zwischen beiden Einrichtungen pendeln. Das Modul umfasst ein Mindestmass an Wahlfreiheit. Der genaue Inhalt des Moduls wird vom Governing Board festgelegt.

Spezialisierungsmodul: Fachbereiche für International and/or Monetary Economics

Die Studierenden können 18 ECTS im Spezialisierungsmodul erhalten. In diesem Modul können sie aus einem breiten Spektrum von Master-Lehrveranstaltungen an den beiden involvierten Fakultäten auswählen, die sich für eine weitere Spezialisierung im gewählten Masterprogramm eignen. Das Modul kann ebenfalls Lehrveranstaltungen anderer Fakultäten beinhalten. Im Rahmen des Spezialisierungsmoduls ist auf besonderen Antrag ebenfalls der Besuch von Lehrveranstaltungen möglich, die nicht in englischer Sprache abgehalten werden. Das Spezialisierungsmodul soll den Studierenden die Möglichkeit geben, ein persönliches Profil gemäss ihren Interessen bzw. ihrer Wunschkarriere aufzubauen. Allerdings stellt das Governing Board sicher, dass der Inhalt in gewissem Masse mit dem speziellen Fokus des MIME zusammenhängt.
Die Lehrveranstaltungen im Kernmodul können ebenfalls für das Spezialisierungsmodul anerkannt werden, sofern der Studierende bereits die erforderliche Punktzahl im Kernmodul erreicht hat.

Masterarbeit

Die Masterarbeit ist 30 Kreditpunkte wert. Entsprechend sind 900 Arbeitsstunden erforderlich, was 20 Wochen Vollzeitarbeit entspricht. Die Masterarbeit kann erst nach erfolgreicher Teilnahme am Einführungsmodul und frühestens am Ende des zweiten Semesters begonnen werden. Aufgrund des Umfangs der Masterarbeit werden äusserst hohe Ansprüche an die Originalität und die Intensität der erforderlichen Forschung gestellt. Sie wird von mindestens einem Vollzeitmitglied einer der beiden Fakultäten überwacht. Der Betreuer legt das Thema in Absprache mit dem Studierenden fest.

Wird die Masterarbeit abgelehnt, kann sie einmal mit Festlegung eines neuen Themas wiederholt werden. Wird die Masterarbeit nochmals abgelehnt, wird der Studierende vom Programm ausgeschlossen.

Individuelle Studienvoraussetzungen

Die folgenden Studienausweise berechtigen zur Zulassung zum Spezialisierten Masterstudiengang International and Monetary Economics:

a) Bachelorabschluss einer Schweizer Universität in der Studienrichtung Volkswirtschaftslehre mit der Abschlussnote von mindestens 5.0 (ungerundete Major- oder Hauptfachnote)
b) Bachelorabschluss einer Schweizer Universität in einer betreffend Inhalt oder Methodik der Volkswirtschaftslehre verwandten Studienrichtung mit der Abschlussnote von mindestens 5.0 (ungerundet) plus GRE- oder GMAT-Test im obersten Leistungsbereich (ein Resultat, das die 20 % besten Kandidatinnen/ Kandidaten erreichen)
c) Bachelorabschluss einer anerkannten ausländischen universitären Hochschule in der Studienrichtung Volkswirtschaftslehre mit der Abschlussnote von mindestens 5.0 (ungerundete Major- oder Hauptfachnote) im Schweizer Notensystem
d) Bachelorabschluss einer anerkannten ausländischen universitären Hochschule in einer der Volkswirtschaftslehre nahe verwandten Studienrichtung mit der Abschlussnote von mindestens 5.0 (ungerundet) im Schweizer Notensystem plus GRE- oder GMAT-Test im obersten Leistungsbereich (ein Resultat, das die 20% besten Kandidatinnen/Kandidaten erreichen)
e) Anderer anerkannter Studienausweis auf Empfehlung der Einstufungskommission

Liegt der Erwerb des Bachelorabschlusses mehr als sechs Jahre zurück, wird die Anerkennung individuell geprüft. Die Zulassung zum Masterstudium kann an Auflagen geknüpft werden. Die entsprechenden ECTS-Punkte werden als Zusatzleistungen extracurricular im Diploma Supplement ausgewiesen.

Sprachanforderungen

Die Zulassung zum Masterstudium International and Monetary Economics erfordert den Nachweis ausreichender Englischkenntnisse auf Niveau B2 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen.

 
Für Fragen zur Bewerbung und Zulassung kontaktieren Sie die Abteilung Zulassung, Immatrikulation und Beratung.

Bewerbung und Zulassung

Der Studiengang kann nur im Herbstsemester aufgenommen werden.
Studienvoraussetzungen 
Anmeldefristen
 

Bisherige UniBE Studierende

Beantragen Sie anlässlich der Erneuerung der Semestereinschreibung einen Studienprogrammwechsel auf den M Sc in International and Monetary Economics, Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Universität Basel.
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Für Fragen zur Bewerbung und Zulassung kontaktieren Sie die Abt. Zulassung, Immatrikulation und Beratung.